Praxis für Radiologie in Berlin Steglitz Zehlendorf
Radiologische Gemeinschaftspraxis, Ärzte für Radiologie
Dr. Detlef Köhler · Bernhard Feßler · Daniel Cornely · Dr. Martin Weyreuther · Dr. Ralf Kurth
Röntgendiagnostik - Bild
Röntgendiagnostik
 
 
     
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  Veno-/Phlebographie

Mit der Phlebographie ist eine sehr genaue Darstellung der Venen und ihrer Klappen möglich. Blutgerinnsel (Thrombosen) oder Veränderungen an den Venen nach früherer Thrombose können sicher erkannt werden. Vor einer Operation von Krampfadern kann die Phlebographie die Ursache für die Krampfaderbildung darstellen und den operieren Arzt später bei der Venenoperation leiten.

Die mögliche Untersuchung der Venen durch farbcodierte Duplexsonographie (FKDS) wird in unserer Praxis nicht angeboten. In speziellen Einzelfällen liefern moderne Schnittbildverfahren wie MRT oder CT ergänzende Venendarstellungen überwiegend aus anderen Körperregionen (z.B. Beckenvenen, Hirnvenen oder Venen des Halses und Körperstammes).


> Untersuchungsablauf

> Nebenwirkungen



   
Röntgen Phlebographie, Bein
     
  Untersuchungsablauf

Da sich Venen im Röntgenbild nicht vom Umgebungsgewebe abgrenzen lassen, wird bei der Veno-/Phlebographie ein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet. Je nach zu untersuchendem Bereich wird das Kontrastmittel langsam in eine Vene des Fuß- oder Handrückens eingespritzt, wodurch diese im Röntgenbild sichtbar wird. Vor der Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels müssen aktuelle Blutwerte zur Beurteilung der Nieren- und Schilddrüsenfunktion vorliegen.

Das Kontrastmittel verteilt sich innerhalb kurzer Zeit in den Venen des Armes oder Beines. Unter eingeschalteter Röntgenröhre (Durchleuchtung) beobachtet der Arzt den Abfluss des Kontrastmittels in Richtung Herz auf dem Kontrollmonitor. Im geeigneten Moment werden Röntgenzielaufnahmen einzelner Venenabschnitte gemacht. Um eventuelle Venenklappenfehler zu erkennen, werden Sie während der Untersuchung zu mehreren Atemmanövern aufgefordert. Der Untersuchungsbefund wird auf mehreren Röntgenaufnahmen festgehalten. Erweiterte Venenabschnitte, Gefäßverschlüsse oder Gefäßeinengungen sind darauf in der Regel gut zu erkennen.

Eine besondere Vorbereitung für die Untersuchung ist nicht notwendig. Bandagen und Kompressionsstrumpfe müssen vorher abgelegt werden. Eine Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft sollte vor Beginn der Untersuchung unbedingt ausgeschlossen sein.

Nach der Untersuchung wird die Nadel entfernt und die Einstichstelle mit Pflaster versorgt. Unabhängig vom Untersuchungsbefund wird das untersuchte Bein vom Fuß bis zum Knie fest bandagiert. Durch den damit verbundenen Massageeffekt werden alle Reste des Kontrastmittels völlig aus den Venen entfernt, wenn der Patient nach der Untersuchung, wie von uns empfohlen, mindestens 30 Minuten spazieren geht. Die im Körper verteilte Kontrastmitteldosis wird danach in den nächsten Stunden über die Nieren vollständig ausgeschieden.

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Röntgen Phlebographie, Unterschenkel
     
  Nebenwirkungen

Lokale Nebenwirkungen
Da wir sehr dünne Kanülen verwenden, merken Sie außer dem Einstich nichts von der Kontrastmittelgabe. Eine geringfügige Reizung der Einstichstelle ist möglich. In Einzelfällen kann es während der Kontrastmittelinfusion in die Vene zum Kontrastmittelaustritt an der Injektionsstelle kommen. Dies führt manchmal zu einer schmerzhaften Schwellung, die über Tage anhalten kann. Eine Behandlung ist selten erforderlich. Die Erscheinungen klingen in der Regel schnell und folgenlos ab. Extrem selten entsteht daraus eine oberflächliche Venenentzündung oder ein Venenverschluss. Wir achten sehr genau auf die korrekte Lage des Venenzugangs. Falls Sie während der Kontrastmittelinfusion doch Schmerzen und eine Schwellung verspüren, verständigen Sie uns bitte sofort.

Nebenwirkungen von jodhaltigen Kontrastmitteln
Der Radiologe wird Sie vor der Untersuchung immer fragen, ob eine eventuelle Unverträglichkeit bei der Verwendung von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln bekannt ist. Wichtig sind auch genaue Informationen über Erkrankungen der Schilddrüse, da die Kontrastmittel wegen des Jodgehalts eine eventuelle Überfunktion der Schilddrüse verstärken können. Die Kontrastmittelgabe bei einer Veno-/Phlebographie darf bei schweren Nierenfunktionsstörungen und Einnahme von bestimmten Medikamenten bei Diabetes ebenfalls nicht erfolgen. In allen genannten Fällen führen wir die Veno-/Phlebographie aus Sicherheitsgründen nicht durch.

Manchmal auftretendes Wärmegefühl während der Injektion des Kontrastmittels oder auch ein bitterer Geschmack im Mund sind eine normale Reaktion und klingen schnell wieder ab. In seltenen Fällen können nach Verabreichung des Kontrastmittels allergische Unverträglichkeitsreaktionen auftreten, die entweder durch das in der Substanz enthaltene Trägermaterial oder durch das Jod ausgelöst werden. Meist handelt es sich dabei nur um eine Reaktion der Haut (z.B. Rötung), die nach Gabe von schnell wirksamen Gegenmitteln schnell wieder verschwindet.

Schwere Verlaufsformen der allergischen Reaktionen auf Kontrastmittel mit Beeinträchtigung von Kreislauf und Atmung (allergischer Schock) kommen äußert selten vor. Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen wird in der medizinischen Fachliteratur mit 0,04% angegeben. Ca. 97% der Patienten haben überhaupt keine Nebenwirkungen nach Kontrastmittelgabe.

Nebenwirkungen sind in den letzten Jahren zunehmend seltener geworden. Zum einen wird durch technischen Fortschritt der Geräte für die Untersuchung weniger Kontrastmittel benötigt, zum anderen sind die Präparate selbst immer besser verträglich.

Da schwere Komplikationen sehr selten auftreten ist damit das Risiko der Untersuchung im Vergleich zum erzielten Nutzen sehr klein. Sollten Nebenwirkungen auftreten, steht ärztliche Hilfe sofort zur Verfügung.

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