Praxis für Radiologie in Berlin Steglitz Zehlendorf
Radiologische Gemeinschaftspraxis, Ärzte für Radiologie
Dr. Detlef Köhler · Bernhard Feßler · Daniel Cornely · Dr. Martin Weyreuther · Dr. Ralf Kurth
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Röntgendiagnostik
 
 
     
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  Ausscheidungsurogramm

Hierbei handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel zur Darstellung der Nieren und der ableitenden Harnwege gemeinsam mit der Harnblase. Dazu wird Kontrastmittel in eine periphere Armvene gespritzt, das in der Folge über die Nieren ausgeschieden wird und so die ableitenden Harnwege auf der Röntgenaufnahme sichtbar macht. Vor der Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels müssen sicherheitshalber zwei Blutwerte aktuell vorliegen (zur Nierenfunktion: Kreatinin und zur Schilddrüsensituation: TSH basal).

Ein Ausscheidungsurogramm soll überwiegend die Frage nach Nierensteinen und dadurch bedingte Abflussbehinderungen klären. Zum Teil geht es bei der Untersuchung auch um die Ursachenerkennung für Blutungen aus dem Urogenitaltrakt.


> Untersuchungsablauf

> Nebenwirkungen






Untersuchungsablauf

Vor Infusion des Kontrastmittels wird eine Röntgenaufnahme der Nieren angefertigt (so genannte Nierenleeraufnahme). Hierbei lässt sich feststellen, ob die eigentliche Untersuchung mit der Kontrastmittelinfusion durchgeführt werden kann. Sie dient ebenso dazu, eventuell vorhandene kalkdichte Steine zu erkennen. Zu viel Luft (Meteorismus) oder Kontrastmittelreste im Darm durch eine vorangegangene Röntgenuntersuchung erfordern manchmal die Verschiebung des Ausscheidungsurogramms auf einen späteren Tag.

Bei Durchführung der Untersuchung erfolgt die Infusion des Kontrastmittels in eine Armvene, was der Patient kaum spürt. Das Kontrastmittel gelangt über den Blutstrom zunächst in die Nieren und wird danach über die Harnwege ausgeschieden. Um diese beurteilen zu können, werden mehrere Röntgenaufnahmen in Abständen von etwa 5 bis 10 Minuten angefertigt. Ein Ausscheidungsurogramm dauert üblicherweise etwa 30 Minuten. Wenn der Abfluss einer Niere behindert ist, kann es aber auch mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Je nach Befund können auch zusätzliche Aufnahmen, Schrägaufnahmen oder andere Spezialaufnahmen (im Stehen, in Bauchlage oder nach dem Urinieren) notwendig werden, eventuell auch so genannte Spätaufnahmen, die bis zu 24 Stunden später angefertigt werden.

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Röntgen Ausscheidungsurogramm, malrotierte Senkniere re.
     
  Nebenwirkungen

Lokale Nebenwirkungen
Bei der Kontrastmittelinfusion in die Vene kann es an der Einstichstelle zu einem Bluterguss und in Einzelfällen zum Austritt des Kontrastmittels in den Arm kommen. Dies führt manchmal zu einer schmerzhaften Schwellung an der Punktionsstelle, die über Tage anhalten kann. Eine Behandlung ist selten erforderlich. Die Erscheinungen klingen in der Regel schnell und folgenlos ab. Lokale Infektionen an der Injektionsstelle sind extrem selten.
Wir achten sehr genau auf die korrekte Lage des Venenzugangs. Falls Sie während der Kontrastmittelinfusion doch Schmerzen und eine Schwellung verspüren, verständigen Sie bitte sofort während der Untersuchung unser Praxis-Team.

Nebenwirkungen von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln
Der behandelnde Arzt wird Sie vor der Untersuchung immer fragen, ob eine eventuelle Unverträglichkeit bei der Verwendung von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln bekannt ist. Wichtig sind auch genaue Informationen über Erkrankungen der Schilddrüse, da die Kontrastmittel wegen des Jodgehalts eine eventuelle Überfunktion der Schilddrüse verstärken können. Die Kontrastmittelgabe beim Ausscheidungsurogramm darf ebenfalls nicht bei schweren Nierenfunktionsstörungen und Einnahme von bestimmten Medikamenten bei Diabetes erfolgen. In allen genannten Fällen führen wir das Ausscheidungsurogramm aus Sicherheitsgründen nicht durch.

Manchmal auftretendes Wärmegefühl während der Injektion des Kontrastmittels oder auch ein bitterer Geschmack im Mund sind eine normale Reaktion und klingen schnell wieder ab. In seltenen Fällen können nach Verabreichung des Kontrastmittels allergische Unverträglichkeitsreaktionen auftreten, die entweder durch das in der Substanz enthaltene Trägermaterial oder Jod ausgelöst werden. Meist handelt es sich dabei nur um eine Reaktion der Haut (z.B. Rötung), die nach Gabe von schnell wirksamen Gegenmitteln schon nach kurzer Zeit wieder verschwindet.

Schwere Verlaufsformen der allergischen Reaktionen auf Kontrastmittel mit Beeinträchtigung von Kreislauf und Atmung (allergischer Schock) kommen äußert selten vor. Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen wird in der medizinischen Fachliteratur mit 0,04% angegeben. Ca. 97% der Patienten haben überhaupt keine Nebenwirkungen nach Kontrastmittelgabe.

Nebenwirkungen sind in den letzten Jahren zunehmend seltener geworden. Zum einen wird durch den technischen Fortschritt der Geräte für die Untersuchung weniger Kontrastmittel benötigt, zum anderen sind die Präparate selbst immer besser verträglich.

Da schwere Komplikationen sehr selten auftreten, ist das Risiko der Untersuchung im Vergleich zum erzielten Nutzen sehr klein. Sollten Nebenwirkungen auftreten, steht ärztliche Hilfe sofort zur Verfügung.

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