| |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
> Röntgendiagnostik > Untersuchungsspektrum |
< Übersicht |
|
|
|
|
| |
Ausscheidungsurogramm
Hierbei handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel zur Darstellung der Nieren und der ableitenden Harnwege gemeinsam mit der Harnblase. Dazu wird Kontrastmittel in eine periphere Armvene gespritzt, das in der Folge über die Nieren ausgeschieden wird und so die ableitenden Harnwege auf der Röntgenaufnahme sichtbar macht. Vor der Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels müssen sicherheitshalber zwei Blutwerte aktuell vorliegen (zur Nierenfunktion: Kreatinin und zur Schilddrüsensituation: TSH basal).
Ein Ausscheidungsurogramm soll überwiegend die Frage nach Nierensteinen und dadurch bedingte Abflussbehinderungen klären. Zum Teil geht es bei der Untersuchung auch um die Ursachenerkennung für Blutungen aus dem Urogenitaltrakt. > Untersuchungsablauf
> Nebenwirkungen
Untersuchungsablauf
Vor Infusion des Kontrastmittels wird eine Röntgenaufnahme der Nieren
angefertigt (so genannte Nierenleeraufnahme). Hierbei lässt sich feststellen,
ob die eigentliche Untersuchung mit der Kontrastmittelinfusion durchgeführt
werden kann. Sie dient ebenso dazu, eventuell vorhandene kalkdichte Steine
zu erkennen. Zu viel Luft (Meteorismus) oder Kontrastmittelreste im Darm
durch eine vorangegangene Röntgenuntersuchung erfordern manchmal die
Verschiebung des Ausscheidungsurogramms auf einen späteren Tag.
Bei Durchführung der Untersuchung erfolgt die Infusion des Kontrastmittels
in eine Armvene, was der Patient kaum spürt. Das Kontrastmittel gelangt
über den Blutstrom zunächst in die Nieren und wird danach über
die Harnwege ausgeschieden. Um diese beurteilen zu können, werden mehrere
Röntgenaufnahmen in Abständen von etwa 5 bis 10 Minuten angefertigt.
Ein Ausscheidungsurogramm dauert üblicherweise etwa 30 Minuten. Wenn
der Abfluss einer Niere behindert ist, kann es aber auch mehrere Stunden
in Anspruch nehmen.
Je nach Befund können auch zusätzliche Aufnahmen, Schrägaufnahmen
oder andere Spezialaufnahmen (im Stehen, in Bauchlage oder nach dem Urinieren)
notwendig werden, eventuell auch so genannte Spätaufnahmen, die bis
zu 24 Stunden später angefertigt werden.
|
|
|
 |
 |
| Röntgen Ausscheidungsurogramm, malrotierte
Senkniere re. |
|
 |
|
|
|
|
| |
Nebenwirkungen
Lokale Nebenwirkungen
Bei der Kontrastmittelinfusion in die Vene kann es an der Einstichstelle
zu einem Bluterguss und in Einzelfällen zum Austritt des Kontrastmittels
in den Arm kommen. Dies führt manchmal zu einer schmerzhaften Schwellung
an der Punktionsstelle, die über Tage anhalten kann. Eine Behandlung
ist selten erforderlich. Die Erscheinungen klingen in der Regel schnell
und folgenlos ab. Lokale Infektionen an der Injektionsstelle sind extrem
selten.
Wir achten sehr genau auf die korrekte Lage des Venenzugangs. Falls Sie
während der Kontrastmittelinfusion doch Schmerzen und eine Schwellung
verspüren, verständigen Sie bitte sofort während der Untersuchung
unser Praxis-Team. Nebenwirkungen von jodhaltigen
Röntgenkontrastmitteln
Der behandelnde Arzt wird Sie vor der Untersuchung immer fragen, ob eine
eventuelle Unverträglichkeit bei der Verwendung von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln
bekannt ist. Wichtig sind auch genaue Informationen über Erkrankungen
der Schilddrüse, da die Kontrastmittel wegen des Jodgehalts eine eventuelle
Überfunktion der Schilddrüse verstärken können. Die
Kontrastmittelgabe beim Ausscheidungsurogramm darf ebenfalls nicht bei schweren
Nierenfunktionsstörungen und Einnahme von bestimmten Medikamenten bei
Diabetes erfolgen. In allen genannten Fällen führen wir das Ausscheidungsurogramm
aus Sicherheitsgründen nicht durch.
Manchmal auftretendes Wärmegefühl während der Injektion des
Kontrastmittels oder auch ein bitterer Geschmack im Mund sind eine normale
Reaktion und klingen schnell wieder ab. In seltenen Fällen können
nach Verabreichung des Kontrastmittels allergische Unverträglichkeitsreaktionen
auftreten, die entweder durch das in der Substanz enthaltene Trägermaterial
oder Jod ausgelöst werden. Meist handelt es sich dabei nur um eine
Reaktion der Haut (z.B. Rötung), die nach Gabe von schnell wirksamen
Gegenmitteln schon nach kurzer Zeit wieder verschwindet.
Schwere Verlaufsformen der allergischen Reaktionen auf Kontrastmittel
mit Beeinträchtigung von Kreislauf und Atmung (allergischer Schock)
kommen äußert selten vor. Die Häufigkeit von schweren Nebenwirkungen
wird in der medizinischen Fachliteratur mit 0,04% angegeben. Ca. 97% der
Patienten haben überhaupt keine Nebenwirkungen nach Kontrastmittelgabe.
Nebenwirkungen sind in den letzten Jahren zunehmend seltener geworden. Zum
einen wird durch den technischen Fortschritt der Geräte für die
Untersuchung weniger Kontrastmittel benötigt, zum anderen sind die
Präparate selbst immer besser verträglich.
Da schwere Komplikationen sehr selten auftreten, ist das Risiko der Untersuchung
im Vergleich zum erzielten Nutzen sehr klein. Sollten Nebenwirkungen auftreten,
steht ärztliche Hilfe sofort zur Verfügung.
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
|