Die verschiedenen
Untersuchungsmethoden (Röntgen, CT und MRT) im Vergleich
Feste Strukturen mit einem geringen Wasserstoffgehalt, z.B. Knochenkalk
oder luftreiche Regionen wie die Lunge, können bislang besser durch
Röntgen und durch die Computertomographie dargestellt werden. Bei vielen
Fragestellungen im Bauchraum (Oberbauchorgane, Galle), insbesondere zu Beginn
der Diagnostik, kommt man mit Ultraschall schnell und kostengünstig
zum Ziel. Dann noch unklare Fälle können oft erfolgreich durch
ein Multislice-Spiral-CT des Oberbauchs abgeklärt werden. Spezialfragen
rechtfertigen danach ein MRT des Oberbauchs oder in Einzelfällen des
gesamten Abdomen.
In Notfallsituationen, z.B. bei einer schweren Kopfverletzung, wird oft
eine Computertomographie durchgeführt, da diese Untersuchung innerhalb
von Minuten eine sichere Diagnose liefert. Das Röntgen des Schädels
zum Nachweis oder Ausschluss eines Schädelbruches reicht hier nicht
aus, da mögliche Hirnverletzungen oder eine Blutung im Kopf dabei nicht
sichtbar werden können. Der Nachweis einer akuten Blutung oder eines
Schädelbruches gelingt mit der CT besser als mit MRT. Ältere Blutungen
oder Verletzungen des Gehirns sind dagegen nur mit MRT sicher nachweisbar.
Sehr kranke oder unruhige Patienten können grundsätzlich wesentlich
schneller und effektiver mit CT als mit MRT untersucht werden.
Bei der Primärdiagnostik von Knochen- und Gelenkverletzungen ist das
konventionelle Knochenröntgen konkurrenzlos schnell und kostengünstig
und liefert innerhalb weniger Minuten die Diagnose. Nach Polytraumen eignet
sich das Multislice-Spiral-CT am besten, um bei diesen sonst schwer zu untersuchenden
Notfall-Patienten multiple und komplexe Knochenverletzungen zu entdecken.
Schwere Knochenprellungen, Vorstufen von Brüchen, so genannte okkulte
Frakturen und das ganze Spektrum der Weichteilverletzungen an Gelenken lassen
sich aber nur mit MRT nachweisen.
MRT Kopf, T2-gewichtet, Z.n. alter Hirnblutung
li. cerebellär