Praxis für Radiologie in Berlin Steglitz Zehlendorf
Radiologische Gemeinschaftspraxis, Ärzte für Radiologie
Dr. Detlef Köhler · Bernhard Feßler · Daniel Cornely · Dr. Martin Weyreuther · Dr. Ralf Kurth
Kernspintomographie [MRT] - Bild
Kernspintomographie [MRT]
 
 
     
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  Wie entstehen die Schichtaufnahmen des Körpers?

Bei der Kernspintomographie (MRT) werden diejenigen Signale gemessen und zu einem Bild zusammengesetzt, die Atomkerne im Körper aussenden, wenn sie sich in einem starken Magnetfeld befinden. Alle Atomkerne weisen einen eigenen Drehimpuls auf, den so genannten Kernspin. Durch ihre eigene Drehung erzeugen diese Kerne selbst ein minimales Magnetfeld.

Wasserstoffkerne, die im menschlichen Körper am häufigsten vorkommen, besitzen einen eigenen Kernspin. Unter natürlichen Umständen ist deren magnetische Ausrichtung rein zufällig. Legt man jedoch an den Körper von außen ein starkes Magnetfeld an, dann ordnen sich alle Wasserstoffkerne in der gleichen Richtung an, und zwar in Längsrichtung des Körpers.

Radiowellen zur Ausrichtung des Drehimpulses
Zusätzlich zum Magnetfeld werden während der Kernspintomographie gepulste Radiowellen mit einer hohen Frequenz auf den Körper abgegeben. Dadurch verändert sich die parallele Ausrichtung der Wasserstoffkerne im Magnetfeld. Nach jedem Impuls kehrt die Ausrichtung des Drehimpulses der Wasserstoffkerne in die Längsrichtung zurück, die durch den Magneten vorgegeben wird. Hierbei senden die Atomkerne Signale aus, die vom Computer zu Bildern zusammengesetzt werden.

Um aus diesen Signalen verwertbare Schichtaufnahmen des Körpers zu erhalten, werden zusätzliche Magnetfelder an den Körper angelegt. Sie stehen in den drei räumlichen Achsen senkrecht aufeinander und ermöglichen die Anfertigung von Einzelaufnahmen in so genannten Sequenzen. Diese wiederum ergeben einen Stapel von Schichten, der das zu untersuchende Körpervolumen komplett erfasst. Durch die freie Wahl der Betrachtungsebenen kann eine Körperregion dreidimensional aus verschiedenen Blickwinkeln abgebildet und damit von allen Seiten aus beurteilt werden.
     
 
 
   
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