Darstellung von Abschnitten der Wirbelsäule (HWS, LWS oder BWS)
im Weichteil- und Knochenkontrast.
Untersuchungen
der HWS
Wegen der komplexen Strukturen der Halswirbelsäule (HWS) ist die Computertomographie
für diesen speziellen Abschnitt der Wirbelsäule die Untersuchungsmethode
der Wahl.
In vielen Fällen kann auch bei chronischen Beschwerden an der Halswirbelsäule
durch die Computertomographie eine diagnostische Fragestellung sicher beantwortet
werden. Die Diagnostik des Spinalkanales, der Nachweis von Bandscheibenvorfällen
bzw. -vorwölbungen oder z.B. von knöchern bedingten Beeinträchtigungen
der neuralen Strukturen bei spinaler Stenose ist deshalb keineswegs nur
eine Domäne der MRT.
Hinsichtlich der Dichtekontraste von Bandscheibe und Spondylophyt (Knochensporn)
kann die Differenzierung im CT den Intensitätskontrasten im MRT überlegen
sein. Wegen des generell besseren Weichteilkontrastes wird aber oft die
Kernspintomographie (MRT) der CT vorgezogen. Hierbei sind nach Unfällen
auch zusätzliche Verletzungen des Gewebes und Vorstufen von Knochenbrüchen
erkennbar.
Bei chronischen HWS-Veränderungen gelingt mit MRT die optimale Darstellung
der Kompressionssyndrome von Nerven und Rückenmark durch Knochenvorsprünge
oder Bandscheibenvorfälle. Das Rückenmark kann nur mit MRT sicher
auf Schädigung untersucht werden, die CT ist dazu weniger gut geeignet.
Es kann für die Diagnose von Bedeutung sein, die Zusammenhänge
von Halsweichteilen und Wirbelsäule auch in der Bildgebung deutlich
zum Ausdruck zu bringen. Die dreidimensionale komplexe Darstellung der Organe
und der knöchernen Strukturen durch die CT kann eine besonders aussagekräftige
Grundlage für eine zuverlässige Diagnose bieten.
CT HWS, 3D-Analyse, MPR
CT HWS, 3D-Analyse, MPR
CT HWS, Bandscheibenprotrusion
Untersuchungen
von LWS und BWS
Für die Untersuchung der Lendenwirbelsäule (LWS) gelten die oben
genannten Überlegungen. Nach Unfällen ist es sinnvoll, zunächst
zu röntgen oder ggf. eine Computertomographie durchzuführen. Alle
chronischen Beschwerdekomplexe (Frage nach Bandscheibenvorfall oder Nervenkompression)
und spezielle Fragen nach Entzündung oder Tumorausbreitung sollten
aber eher mit MRT abgeklärt werden.
Die aus 12 Wirbelkörpern bestehende Brustwirbelsäule (BWS) sollte
als sehr lange anatomische Struktur eher mit MRT abgeklärt werden,
da sonst sehr viele CT-Schichten für eine komplette Darstellung nötig
sind. Das würde zu einer unnötigen Strahlenbelastung des Patienten
führen. Die Computertomographie eignet sich daher nur für die
Abklärung von Abschnitten der BWS, die vorher genau bekannt sind.
Auch bei nicht genau möglicher Segmentzuordnung von LWS-Beschwerden,
grundsätzlich bei LWS-Untersuchungen jüngerer weiblicher Patienten
und bei Übergewicht sollte das MRT dem CT vorgezogen werden.